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Automatisierung ist aus der modernen Logistik nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich dafür, bestehende Lagerstandorte zu automatisieren, anstatt neue Logistikzentren zu errichten. Dieser sogenannte Brownfield-Ansatz ermöglicht es, vorhandene Infrastrukturen optimal zu nutzen und gleichzeitig die Effizienz nachhaltig zu steigern.

Der Erfolg eines solchen Projekts hängt jedoch nicht allein von der Technologie ab. Entscheidend sind die Menschen, die täglich für einen reibungslosen Lagerbetrieb sorgen.

Von Robotik bis hin zu automatisierten Lager- und Kommissioniersystemen: Moderne Technologien beschleunigen Prozesse, reduzieren manuelle und repetitive Tätigkeiten und steigern die Produktivität. Doch eine erfolgreiche Automatisierung berücksichtigt immer auch die Auswirkungen auf die Teams.

Viele Mitarbeitende arbeiten bereits seit Jahren oder sogar Jahrzehnten am selben Standort. Für sie kann der Übergang zu einer automatisierten Arbeitsumgebung eine große Veränderung bedeuten. Deshalb sollte der Mensch von Anfang an im Mittelpunkt jeder Brownfield-Automatisierung stehen.

Mehr noch: Ihre Teams können zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor des gesamten Projekts werden. Dank ihrer täglichen Erfahrung kennen sie die Abläufe bis ins Detail und liefern wertvolle Impulse für eine erfolgreiche Umsetzung. Die folgenden fünf Aspekte helfen dabei, Ihre Mitarbeitenden optimal auf die Automatisierung vorzubereiten.

1. Erklären Sie, warum Sie automatisieren

Viele Mitarbeitende befürchten, dass Roboter oder automatisierte Systeme ihre Arbeitsplätze ersetzen. In der Praxis ist meist das Gegenteil der Fall. Automatisierung entlastet die Teams von körperlich belastenden und sich wiederholenden Aufgaben und hilft Unternehmen gleichzeitig, dem zunehmenden Fachkräftemangel zu begegnen.

Technologie steigert die Effizienz – sie ersetzt jedoch niemals die Erfahrung und das Know-how der Menschen, die Ihr Lager und Ihre Prozesse genau kennen.

Brownfield-Automatisierung sollte deshalb immer Teil einer langfristigen Unternehmensstrategie sein. Kommunizieren Sie klar, warum Sie automatisieren und welche wichtige Rolle Ihre Mitarbeitenden auch künftig für den Unternehmenserfolg spielen.

Nicht zuletzt entscheiden sich viele Unternehmen bewusst für Brownfield- statt Greenfield-Automatisierung. So bleiben erfahrene Mitarbeitende an Bord und die Risiken eines kompletten Standortwechsels werden vermieden.

2. Machen Sie den Mehrwert für Ihre Teams sichtbar

Eine erfolgreiche Automatisierung schafft Vorteile für das gesamte Unternehmen. Sie steigert die Leistungsfähigkeit, erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und schafft Raum für weiteres Wachstum. Gleichzeitig profitieren auch die Mitarbeitenden im Arbeitsalltag.

Automatisierung macht Arbeitsabläufe effizienter, präziser und ergonomischer. Körperlich belastende Tätigkeiten werden reduziert, die Arbeitssicherheit verbessert und Mitarbeitende können sich stärker auf Aufgaben konzentrieren, bei denen ihre Erfahrung und ihr Fachwissen gefragt sind.

Je deutlicher die Teams diese Vorteile erkennen, desto größer ist ihre Bereitschaft, den Veränderungsprozess aktiv mitzugestalten.

3. Schaffen Sie neue Entwicklungsmöglichkeiten

Automatisierung verändert bestehende Aufgaben – und schafft gleichzeitig neue Perspektiven.

Es entstehen neue Rollen, beispielsweise als Super-User, die Kolleginnen und Kollegen unterstützen, Störungen an automatisierten Systemen schnell beheben und einen reibungslosen Betrieb sicherstellen.

Darüber hinaus eröffnen sich neue Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Koordination, Prozesssteuerung oder Führung automatisierter Lagerprozesse.

4. Binden Sie Ihre Teams frühzeitig ein

Die erfolgreichsten Brownfield-Projekte beginnen mit einer frühzeitigen Einbindung der Mitarbeitenden.

Durch ihre tägliche Erfahrung erkennen sie oft als Erste Optimierungspotenziale, sinnvolle Automatisierungsmöglichkeiten und mögliche Herausforderungen im Projektverlauf.

Werden Mitarbeitende von Beginn an aktiv eingebunden, verbessert dies nicht nur die Qualität der Entscheidungen, sondern stärkt auch die Akzeptanz für den Wandel.

Starten Sie das Projekt deshalb mit gemeinsamen Workshops und planen Sie regelmäßige Austauschtermine ein, um Fortschritte, Herausforderungen und die nächsten Schritte gemeinsam zu besprechen.

Wer sich gehört und wertgeschätzt fühlt, bringt sich engagierter in die Transformation ein.

5. Investieren Sie in neue Kompetenzen

Die frühzeitige Einbindung der Teams hilft auch dabei, zukünftige Qualifizierungsbedarfe zu erkennen.

Geben Sie Ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, neue Technologien in der Praxis kennenzulernen – durch Schulungen, Trainings im eigenen Lager oder Besuche bei Unternehmen, die Automatisierung bereits erfolgreich einsetzen.

Je besser die Teams verstehen, wie Automatisierung ihre tägliche Arbeit unterstützt, desto größer wird das Vertrauen in die Veränderungen.

Brownfield-Automatisierung hat nicht das Ziel, Menschen zu ersetzen. Sie soll Mitarbeitende entlasten, damit sie sich auf Tätigkeiten konzentrieren können, bei denen Erfahrung, Fachwissen und Kreativität den entscheidenden Unterschied machen.

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