Nassau sneltransport Breda - Truck Chargers

Ein einheitliches Preisschild für die Elektrifizierung eines Lkw gibt es nicht. Die Kosten hängen vor allem davon ab, wie viele Kilometer er fährt und wo er lädt.

Kurz gesagt: Die Total-Cost-of-Ownership-Modelle (TCO) von WDP zeigen, dass ein E‑Lkw schon ab rund 75.000 km im Jahr mit dem Diesel konkurrieren kann, und der Vorteil wächst mit jedem weiteren Kilometer. Laden im eigenen Depot, idealerweise mit Solarstrom und Batteriespeicher, senkt die Kosten weiter.

Es gibt noch einen zweiten Effekt. Stromversorgung und Ladeinfrastruktur beginnen zu beeinflussen, wie Mieter und Vermieter einen Standort bewerten. Dieser Leitfaden erklärt beides.

Woraus sich die Kosten eines E‑Lkw zusammensetzen

Eine Total-Cost-of-Ownership-Berechnung (TCO) betrachtet die Gesamtkosten über die Lebensdauer eines Lkw, nicht nur den Kaufpreis. Dazu gehören:

  • Der Kaufpreis im Vergleich zum Diesel, abzüglich Förderungen oder Steuervorteilen
  • Energiekosten: Diesel gegenüber Strom, und ob Sie im Depot oder unterwegs laden
  • Wartung und Reparaturen, die sich bei Diesel- und E‑Lkw unterscheiden
  • Restwert: was Lkw und Batterie nach fünf bis sieben Jahren noch wert sind
  • Infrastruktur: Netzanschluss und Ladepunkte, die einen langfristigen Plan statt eines Einmalkaufs erfordern

Wer nur den Preis eines E‑Lkw mit dem eines Diesels vergleicht, übersieht den Großteil dessen, was über die Wirtschaftlichkeit entscheidet.

Eisberg-Grafik zur Total Cost of Ownership eines E-Lkw: Kaufpreis über der Wasserlinie; Energie, Wartung, Restwert, Infrastruktur und Förderungen darunter

Die zwei größten Kostenhebel

Hebel 1: Fahrleistung. Ein E‑Lkw kann ab rund 75.000 km im Jahr mit dem Diesel konkurrieren, und je mehr er fährt, desto größer der Vorteil. Darunter ist die Kostenrechnung allein schwächer, auch wenn Emissionsvorgaben weiterhin zählen. Darüber sprechen die Zahlen zunehmend für den Elektroantrieb.

Illustratives Diagramm der Kosten pro km für E- und Diesel-Lkw, die sich bei rund 75.000 km im Jahr schneiden

Hebel 2: Ladeort. Laden im eigenen Depot ist im Schnitt 5 Prozent günstiger als Laden unterwegs. Der Abstand wächst, wenn das Depot eigenen Solarstrom nutzt. Mit Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligentem Ein- und Verkauf am Energiemarkt kann Depotladen deutlich unter den üblichen öffentlichen Ladetarifen liegen.

Praxisbeispiel: wie X2O entschieden hat

X2O nutzte das TCO-Tool von WDP, um eine Investition in zwei E‑Lkw zu bewerten. Laut Niels Salembier, Logistics Director bei X2O, verschaffte das Tool dem Unternehmen einen klaren Überblick über Investition und laufende Kosten über das gesamte Projekt und überzeugte es davon, dass die Zukunft des Lkw elektrisch ist.

Laut Svetlana Nikolayonok, Business Developer Energy bei WDP, verband das Projekt Ladeinfrastruktur mit der Expertise von WDP in der Flottenelektrifizierung, mit dem TCO-Tool als zentralem Baustein.

WDP 226

Warum Depotladen weniger kostet, als Sie vielleicht denken

Der niedrigere Preis im Depot ist kein Zufall. Ein Depot mit Photovoltaik und Batteriespeicher lädt Lkw mit eigenem, gespeichertem Strom. Es vermeidet teuren Netzstrom zu Spitzenzeiten und umgeht öffentliche Ladetarife komplett.

Es ist dieselbe Logik wie in Batteriespeicher für Logistikimmobilien. Ein Batteriespeicher löst nicht nur ein Netzproblem. Er senkt auch die Betriebskosten einer E‑Flotte.

Der Trend weist in dieselbe Richtung. Ab 2028 fällt der Straßenverkehr unter das neue europäische Emissionshandelssystem (ETS2), was Diesel voraussichtlich verteuert. Batteriepreise sinken derweil weiter, während die Leistung steigt.

Beeinflusst die Netzkapazität Miete oder Mietwert einer Logistikimmobilie?

Je mehr Mieter E‑Flotten planen, desto attraktiver werden Standorte mit freier Netzkapazität, Batteriespeicher und Ladepunkten gegenüber vergleichbaren Standorten ohne. Sie ersparen dem Mieter Kosten und Verzögerungen eines kompletten Neuaufbaus. Mit der Zeit zeigt sich das in Nachfrage und Mietkonditionen, so wie heute schon bei lichter Höhe und Rampentoren.

Das gilt in beide Richtungen. Mieter sollten vorhandene Energieinfrastruktur beim Vergleich von Optionen als Teil des Standortwerts einrechnen. Für Vermieter hält die Investition in Netzkapazität, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur, wie in unserem Leitfaden zur Netzkapazität beschrieben, ein Gebäude wettbewerbsfähig, während der Markt auf E‑Flotten umstellt.

Was das für Ihre Budgetplanung bedeutet

Verankern Sie Ihr Budget an zwei Kennzahlen: der Jahresfahrleistung, ab der E‑Lkw mit dem Diesel konkurrieren, und den Energiekosten, die Sie im eigenen Depot gegenüber Netz- oder öffentlichem Laden erreichen. Flotten mit hoher Fahrleistung, die zum Laden ins Depot zurückkehren, sind die stärksten Kandidaten für einen frühen Umstieg.

Noch unentschlossen? Eine TCO-Analyse auf Basis Ihrer realen Routen und Fahrleistungen liefert eine weit klarere Antwort als ein Preisvergleich. In Sechs Gründe, warum Logistikunternehmen beim Umstieg auf E‑Lkw zögern lesen Sie, wie sich die Kosten zu den anderen häufigen Bedenken verhalten.

FAQ

Das Fazit

Die Kosten eines E‑Lkw sind eine Frage des gesamten Lebenszyklus, kein Preisvergleich. Die TCO-Modelle von WDP zeigen, dass der Elektroantrieb ab rund 75.000 km im Jahr mit dem Diesel konkurrieren kann. Wenn Mieter danach handeln, ziehen Standorte mit Netzkapazität und Batteriespeicher mehr Interesse auf sich und gewinnen mit der Zeit an Wert.

Das könnte Sie auch interessieren

Raamdonksveer, The Netherlands

Sechs Gründe, warum Logistikunternehmen beim Umstieg auf E-Lkw z…

Lesen Sie mehr
Barry Callebaut - Green Fleet - Truck Chargers 2024

Depotladen oder Laden unterwegs: Nur eines davon haben Sie selbs…

Lesen Sie mehr

Batteriespeicher für Logistikimmobilien: E-Lkw laden, ohne jahre…

Lesen Sie mehr
Alle Artikel anzeigen